Ambulante Sozialpädagogische Angebote nach dem Jugendrecht

Wir bieten seit 1987 Ambulante Sozialpädagogische Angebote nach dem Jugendrecht § 10 JGG an. Die Angebote sollen insbesondere Jugendliche und Heranwachsende erreichen, die mehrfach gravierende Straftaten begangen haben.

Was sind Ambulante Sozialpädagogische Angebote nach dem Jugendrecht?

Die Ambulanten Sozialpädagogischen Angebote für straffällig gewordene junge Menschen sind Aufgabe der Jugendhilfe, die straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden als Hilfe zur Erziehung in Abstimmung mit der Justiz als integrierende Erziehungsmaßregel per jugendrichterlichen Weisung auferlegt werden können. Sie stellen eine Alternative zu Freiheit entziehenden Sanktionen wie Jugendarrest und Jugendstrafe dar.

Das Projekt Begegnung bietet hierzu die Einzelbetreuung durch einen/eine Betreuungshelfer/in und die Sozialen Trainingskurse an.

Einzelbetreuung durch einen/eine Betreuungshelfer/in

Die Einzelbetreuung durch einen/eine Betreuungshelfer/in orientiert sich an Intensität, Dauer und Ausrichtung am individuellen Unterstützungsbedarf der/des Jugendlichen.

Hierzu gehören die Erstellung eines Förderplans, der während der Betreuungszeit regelmäßig angepasst und konkretisiert wird, strukturierte Einzelgespräche, die Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen, Einleitung von weitergehenden Hilfen und Elterngesprächen.

Genau wie bei den Trainingskursteilnehmenden wird bei erfüllter Auflage ein Abschlussgespräch geführt, bei dem ein gemeinsames Fazit gezogen wird.

Soziale Trainingskurse

Die Sozialen Trainingskurse werden als fortlaufende Gruppe durchgeführt. Es können jederzeit neue Jugendliche und Heranwachsende mit aufgenommen werden. Die methodische Ausgestaltung richtet sich nach der jeweiligen Gruppensituation und orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen, Interessen und Problemlagen der Teilnehmenden.
Die Gruppenarbeit besteht aus:
– Informierenden Elementen
– Problemanalysierenden, problemmindernden und lösenden Elementen
– Handlungsorientierenden Elementen
– Erlebnisorientierenden Elementen

Hinzu kommen Einzelgespräche und ein Abschlussgespräch, in welchem den Teilnehmenden weitere Unterstützung angeboten wird.

Zielsetzung beider Betreuungsangebote

ist die Erarbeitung von Strategien zur Vermeidung Freiheit entziehender Rechtsfolgen. Somit nimmt die Auseinandersetzung mit delinquentem Verhalten einen wichtigen Stellenwert in der Arbeit ein. Weitere Zielsetzungen sind:

– Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens
– Förderung der schulischen bzw. beruflichen Entwicklung
– Förderung der Verselbstständigung und Alltagsbewältigung
– Förderung der Freizeitgestaltung

Kontakt

Derzeit sind für den Amtsbezirk Holzminden zwei Mitarbeitende mit 1,5 Stellen beschäftigt.

Tel.: 05531/706 – 3027 o. 05531/706 – 3020

Email: b.heiligenstadt@projekt-begegnung.de o. l.klinker@projekt-begegnung.de

Das Projekt Begegnung ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen für Ambulante Sozialpädagogische Angebote nach dem Jugendrecht e.V. und der Deutschen Vereinigung für Jugendliche und Jugendgerichtshilfen.